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Vortrag Dr. Marie-Luise Conen

DR. MARIE-LUISE CONEN IN VECHTA

Zum zehnjährigen Bestehen von Stellwerk Zukunft durften wir Dr. Marie-Luise Conen am 31. Januar 2017 im Vechtaer Kreishaus begrüßen. Zu ihrem Vortrag „Zurück in die Hoffnung“ kamen 130 Gäste aus den verschiedensten pädagogischen und therapeutischen Arbeitsfeldern. Frau Dr. Conen veranschaulichte, wie schwierig es oftmals für Menschen aus mehrfach belasteten Familien ist, sich auf hoffnungsvolle Helfer einzulassen, die von möglichen Veränderungen sprechen. Positive Veränderung entspricht nun mal nicht ihren Erfahrungen. Veränderungen haben bisher anscheinend immer zu neuen Problemen geführt – und so verharren die Betroffenen lieber in der aktuell meist zugespitzten Situation und tun alles dafür, dass die positiven Bemühungen des Helfersystems ins Leere laufen. Es ist zwar gewünscht, in akuten Problemlagen „für die Familie“ tätig zu werden („kümmere dich, dass der Strom nicht abgestellt wird und das Kind zur Schule geht“), aber für eigene Veränderung fehlt verständlicherweise die Kraft – die Hoffnung – die Erfahrung, dass es funktionieren kann.

 

Dennoch ist „Hoffnung der Zugang zu Klienten“, sagte Frau Dr. Conen. „Ohne Hoffnung der Fachkraft gibt es keinen Zugang zum Klienten und ohne die Bereitschaft, sich auf die Ambivalenz der Klienten einzulassen, keine Veränderung“. Das „Einlassen“ auf die begleiteten Menschen ist der Schlüssel für wirksame Hilfe. Neben Wirksamkeitsfaktoren, auf die Helfer wenig Einfluss haben, wie äußere Veränderungen im Leben des Klienten, stellt die Beziehungsqualität mit 30% den zweitgrößten Faktor erfolgreicher Arbeit dar. Eine gute Beziehung ist somit doppelt so wichtig, wie Methoden der Therapie und Beratung. Diese seien laut Dr. Conen zwar nicht unwichtig (sonst würde sie wohl nicht soviel Zeit in die Ausbildung systemische Therapeuten und Berater investieren). Aber zentral ist immer noch die richtige HALTUNG der Fachkräfte. Diese gilt es in Ausbildung und Supervison immer wieder zu stärken. „Ressourcenorientierung ist keine Technik der systemischen Beratung, sondern entspricht einer inneren Haltung, die dazu führt, genau diese Ressourcen, Potentiale und Stärken bei den Klienten zu sehen und zu nutzen. Mit HERZ und ENGAGEMENT die Klienten in diesem Zutrauen für sich zu erwärmen und sie für die schwierigen Wege der erforderlichen Veränderung zu gewinnen“ lud Frau Dr. Conen am Ende ihres Vortrags alle beeindruckten Fachkräfte ein.

Dr. Marie-Luise Conen, Diplom-Psychologin, Diplom Pädagogin und Master of Education (Temple University), systemische Familientherapeutin, Supervisorin und Fortbildnerin sowie Leiterin des Context-Instituts für systemische Therapie und Beratung in Berlin.

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