in Beziehung gehen - mit Beziehung arbeiten

AFT - AUFSUCHENDE FAMILIENTHERAPIE

Aufsuchende Familientherapie (AFT)

„Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden“

Francisco Goya

Zielgruppe:

 

Die Aufsuchende Familientherapie (AFT) ist ein systemisch-therapeutisches Konzept. AFT soll Familien erreichen, die mit herkömmlichen therapeutischen und Jugendhilfeangeboten nicht oder nicht mehr erreichbar sind. Die AFT richtet sich an Familien mit, z.B.

  • Strukturellen Problemen (z.B. eskalierenden Beziehungskonflikten)
  • Starker Ambivalenz in Bezug auf den Zusammenhalt der Familie und den damit verbundenen Fragen zur möglichen Fremdunterbringung der Kinder
  • Aktuelle Krisen (z.B. Adoleszenz-Krisen)
  • Chronischen klinischen Symptomen (z.B. Sucht, Depression, ADHS)

Ziele:

 

Die Ziele werden zu Beginn der Maßnahme gemeinsam mit der Familie, dem Jugendamt und den Therapeuten beschrieben und können sein:

  • über neue/ funktionale Handlungsmuster und alternative Handlungsmöglichkeiten Ressourcen freizulegen
  • Veränderungsprozesse mit den Familien zu aktivieren
  • Arbeit an bisher unbewussten inneren Konflikten und den damit verbundenen Verstrickungen in den aktuellen Beziehungen
  • Beziehungs- und Rollenklärung
  • Übernahme und Stärkung der Erziehungsverantwortung der Eltern
  • Beendigung von Gewalt
  • Auseinandersetzung mit dem Suchtverhalten im Familiensystem
  • Stärkung der Rolle der Eltern im Bildungsverlauf der Kinder
  • Vermeidung von Fremdplatzierung
  • Begleitung der Rückführung bzw. Erarbeiten eines geeigneten Ortes für Kinder und Jugendliche
  • Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern und Institutionen

 

 

AFT-Therapieprozess in der Familie:

 

  1. Vorlaufphase:

Krisensituationen, Destabilisierung in der Familie, Veränderungsdruck von

außen, Hilfeplangespräche, Entscheidung zur AFT, Zustimmung der Eltern zur

HzE, Fallvermittlung an AFT

  1. Phase

Auftragsklärung und Ressourcenorientierung: Herausstellen von Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen, Einflussnahme auf bisherige defizitäre Wahrnehmung Veränderungsdruck von außen nutzen, Triangulation/De-Triangulation

  1. Phase

Problemlösung und Musterveränderung / Krisen: Erarbeiten von konstruktiveren, Problemlösungen, Reflexion von weiterbestehenden Problemen Entwicklung von alternativen Problemlösungsstrategien, Ausbau von Möglichkeiten der Krisenbewältigung, Möglichst Anwesenheit von vielen Familienmitgliedern

  1. Phase:

Bilanzierung bisher Erreichtem Stabilisierung / Abschluss – Zeiträume zur „Erprobung“ werden verlängert, Respektierung der Grenzen der Entwicklung, (keine weiteren neuen Zielsetzungen), Vorfall/Rückfall-prophylaxe, Austesten als Thema Entwicklung möglicher zukünftiger Krisenszenarien und deren Gestaltung, Veränderungen(=Verantwortung) der Familie anlasten, Berichtserstellung, HPGs, Abschlussgespräch mit Familie und JA, Verabschiedung

  1. Phase:

Katamnese Gespräch, Gemeinsame Reflexion mit ASD-SozialarbeiterIn bei erneuten Problemen (Austesten) in Familie

Ansprechpartnerinnen für

Landkreis Osnabrück – Sozialraum 1:
Manuela Dröge

Landkreise Vechta, Diepholz und Osnabrück (SR 2 und höher):
Martina Helmes

Handout – Überblick zur Aufsuchenden Familientherapie bei Stellwerk Zukunft

zentrale Qualitätskriterien

die Arbeit findet aufsuchend durch zwei Co-Therapeut/innen statt.
Dauer der AFT: 28 Einheiten in einem Zeitraum von 28-52 Wochen,
Richtgröße des Zeitbudgets / Vergütung ist ein Stundenkontingent von 28 Einheiten á 9 Stunden,

AFT-MitarbeiterInnen verfügen über eine mindestens 3-jährige familien-therapeutische/systemische Weiterbildung an einem DGSF- bzw. SG-anerkannten Institut, sowie regelmäßige Supervision, Dokumentation und Evaluation

Martina Helmes

Dipl. Soz. Päd./ Soz. Arb.
Diplom-Pädagogin
System. Familientherapeutin (DGSF)

Manuela Dröge

Dipl. Pädagogin
System- und Familientherapeutin (DGSF)
Systemischer Coach (IFW)

Anna Oevermann

Dipl. Pädagogin
System. Familientherapeutin (DGFS)
System. Coach der neuen Autorität

Marc Clemens

Dipl. Soz. Päd./ Soz.Arb.
System. Familientherapeut (DGSF)
liz. Gewaltschutztrainer (DKV)

Martina Uhlenkamp

Dipl. Soz. Päd./ Soz. Arb.
System. Familientherapeutin (DGSF)
Video.Home-Trainerin (SPIN)

Sebastian Bortz

Dipl. Reha- Psychologe
Adipositastrainer (Kg-AS)
Schema-Therapie (i.A.)

Spezielle Angebote im Bereich der Hilfen zur Erziehung:

Aktuelle News und Veranstaltungen:

Mutter-Tochter-Tag auf der Lohne

Im August erfolgte die vierundzwanzigste Mutter-Tochteraktion. Mütter und ihre Töchter fuhren, von zwei Pädagoginnen begleitet, mit dem Kanadier oder Kajak von Lembruch nach Diepholz. Der Fokus des Tages lag auf positiv besetzte gemeinsame Zeit mit dem Schwerpunkt auf erlebnispädagogische Tätigkeit.

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Familienolympiade 2019

Alle Familien sind herzlich zur FAMILIENOLYMPIADE am Mittwoch, den 29. Mai 2019 (Tag vor Christi Himmelfahrt), von 15.30-18.30 Uhr bei ANKUM eingeladen …

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Video vom Vortrag von Dr. Conen online verfügbar

Frau Dr. Conen hat den Vortrag “Zurück in die Hoffnung” nun auch für die Öffentlichkeit als Video zur Verfügung gestellt

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DR. MARIE-LUISE CONEN IN VECHTA

Zum zehnjährigen Bestehen von Stellwerk Zukunft durften wir Dr. Marie-Luise Conen am 31. Januar 2017 im Vechtaer Kreishaus begrüßen. Zu ihrem Vortrag “Zurück in die Hoffnung” kamen 130 Gäste aus den verschiedensten pädagogischen und therapeutischen Arbeitsfeldern. Frau Dr. Conen veranschaulichte,

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IMPRESSUM:

STELLWERK ZUKUNFT gGmbH
Falkenrotter Straße 41
49377 Vechta
Tel. 04441 854385
Fax. 04441 854387

Geschäftsführer: Uwe Helmes
e-Mail: gf@stellwerk-zukunft.de
Amtsgericht Oldenburg, HRB 201105

anerkannt als Träger der freien Jugendhilfe beim
Jugendamt des Landkreises Vechta

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